| Veranstaltung: | Bezirksrat Mittelrhein 26.09.2026 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 2.2. Abstimmung über 6 quotierte und 6 offene Voten |
| Antragsteller*in: | Jonathan Sieger (KV Köln) |
| Status: | Zurückgezogen |
| Eingereicht: | 23.09.2026, 17:03 |
A12: Jonathan Poredda-Sieger
Selbstvorstellung
Liebe Freund*innen und Freunde,
ich bewerbe mich um das vierte offene Votum im Bezirksrat Mittelrhein, um auf diesem Weg einen aussichtsreichen Listenplatz für die Landtagswahl 2027 zu erreichen.
Ich möchte in den Landtag, weil ich überzeugt bin, dass ich dort etwas einbringen kann, das in der Politik oft fehlt: Erfahrung aus der Praxis.
Ich habe Volkswirtschaft und Finanzwirtschaft studiert, als Unternehmensberater gearbeitet und war Kreisgeschäftsführer der Kölner Grünen. Heute leite ich ein soziokulturelles Unternehmen mit rund 30 Beschäftigten und einem Jahresbudget von 2,3 Millionen Euro und bin Vorstandsvorsitzender des Theaters im Bauturm.
Ich kenne deshalb nicht nur politische Debatten, sondern auch die Realität dahinter: Budgets, Personalverantwortung, Fachkräftemangel, Fördermittel, Bürokratie, wirtschaftlichen Druck und die Frage, wie aus politischen Zielen konkrete Arbeit wird.
Vor acht Jahren habe ich außerdem den Kölner Spendenkonvoi gegründet, um geflüchtete Menschen an den europäischen Außengrenzen zu unterstützen. Seitdem habe ich mich in zahlreichen ehrenamtlichen Einsätzen für Menschen auf der Flucht engagiert. Dieses Engagement hat meinen Blick auf Flucht, Migration und Menschenrechte ebenso geprägt wie meine politische Arbeit. Gerade die Besuche der Abschiebegefägnisse in Bulgarien im letzten Jahr und die Interviews mit den aus Deutschland abgeschobenen Geflüchteten, haben mir gezeigt, welche Verantwortung wir geflüchteten Menschen gegenüber haben.
Genau diese Perspektive möchte ich in die Landespolitik einbringen.
Ökologie und Wirtschaft zusammendenken
Nordrhein-Westfalen steht vor einer gewaltigen wirtschaftlichen Transformation. Wir müssen klimaneutral werden und gleichzeitig Industrieland bleiben.
Für mich ist das kein Widerspruch. Klimaschutz ist die zentrale Modernisierungsaufgabe unserer Wirtschaft.
Wir brauchen Investitionen in erneuerbare Energien, Netze und Infrastruktur, schnellere Genehmigungen und gute Bedingungen für Innovation. Grüne Wirtschaftspolitik muss dabei nicht nur regulieren, sondern unterstützen und ermöglichen.
Soziale Sicherheit braucht starke Strukturen
In meiner Arbeit im Bürgerzentrum erlebe ich jeden Tag, wie soziale Probleme konkret aussehen: Einsamkeit, Armut, fehlende Teilhabe und überforderte soziale Strukturen.
Gleichzeitig sehe ich, wie viel freie Träger, Vereine und soziale Unternehmen leisten – und wie oft sie dabei mit kurzfristigen Förderungen und unnötiger Bürokratie kämpfen.
Wer soziale Infrastruktur will, muss sie verlässlich finanzieren.
Ich möchte deshalb für langfristige Förderstrukturen eintreten, damit die soziale Arbeit eine nachhaltige Verbesserung erwirken kann.
Demokratie braucht Orte
Meine Arbeit hat mich auch davon überzeugt, dass Demokratie mehr braucht als gute parlamentarische Debatten.
Sie braucht Orte, an denen Menschen sich begegnen, mitgestalten und Verantwortung übernehmen: Jugendzentren, Vereine, Kulturinstitutionen, Nachbarschaften.
Gerade in Zeiten von Polarisierung und wachsendem Populismus müssen wir diese demokratische Infrastruktur stärken.
Kultur, soziale Arbeit und politische Bildung sind deshalb für mich keine freiwilligen Extras. Sie sind Teil einer demokratischen Gesellschaft.
Warum ich?
Ich möchte die Perspektive von jemandem einbringen, der Wirtschaft und Sozialunternehmen kennt, politische Prozesse versteht und Verantwortung für Menschen und Organisationen übernimmt.
Ich kenne die Logik eines Unternehmens und die Herausforderungen eines gemeinnützigen Trägers. Ich kenne Parteiarbeit und kommunale Praxis. Und ich weiß, dass gute Politik erst dann gut ist, wenn sie im Alltag funktioniert.
Ich möchte Brücken bauen: zwischen Ökologie und Ökonomie, zwischen Politik und Praxis, zwischen Land und Kommune.
Dafür bitte ich Euch um Eure Unterstützung für das vierte offene Votum im Bezirksrat Mittelrhein.
Herzlich
Euer Jonathan
Ein Kurzüberblick
Werdegang:
- 2007: Abitur in Pullach i.Isartal in Bayern, davon 3 Jahre lang Schülersprecher
- 2007-2008: Zivildienst in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung
- 2008-2011: B.Sc. in Psychologie in Innsbruck (Österreich) und New Orleans (USA)
- 2011: Erstes berufliches Ausprobieren bei der BMW Group
- 2012-2016: B.Sc. in Volkswirtschaftslehre (Schwerpunkt Ökonometrie) und M.Sc. Volkswirtschaftslehre und Finanzwirtschaft an der Universität Amsterdam
- 2016: Aufenthalt im Geflüchteten Lager Idomeni Griechenland
- 2017-2018: Unternehmensberater für Digitalisierung
- 2018-2021: Kreisgeschäftsführer Bündnis 90/Die Grünen Köln
- 2018: Gründung des Kölner Spendenkonvois e.V. als Initiative, um geflüchteten Menschen an der EU-Außengrenze zu helfen. Seitdem Teilnahme an 16 ehrenamtlichen Einsätzen in Bosnien, Serbien, Bulgarien, Albanien, Griechenland, Frankreich, Irak und Syrien.
- 2021-heute: Geschäftsführer des Soziokulturellen Bürgerzentrum Ehrenfeld e.V. Verantwortlich für ein Jahresbudget von 2.3 Millionen und 48 Angestellten (30 davon festangestellt). Inhaltliche Ausrichtung des Hauses zu den Themenpunkten: Einsamkeitsbekämpfung, Demokratiestärkung, Feminismus.
- 2023-heute: Vorstand im Theater im Bauturm e.V. Seit 2025 Vorstandsvorsitzender.
- 2023-heute: Gründung des Städtepartnerschaftsvereins Köln-Qamishlo e.V. für die Unterstützung des multiethnischen Zusammenlebens in den autonomen Gebieten in Nord-Ost-Syrien (Rojava)
Meine aktuellen Grünen Gremien:
- Mitglied des Kölner Präsidiums
- Delegierter Bezirksratmittelrhein
- Delegierter Landesdelegiertenkonferenz
- Delegierter Bundesdelegiertenkonferenz
- NRW-Ersatzdelegierter Länderrat
Für mich wichtig, aber nicht Grün:
- Begeisterter Bergsteiger seit meinem 12 Lebensjahr
- Wohnhaft in Köln
- Theaterfreund
- Glücklich verheiratet seit September 2026
Kontakt:
info@jonathan-sieger.eu
- Alter:
- 38
- Geburtsort:
- Männlich