| Veranstaltung: | Bezirksrat Mittelrhein 26.09.2026 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 2.2. Abstimmung über 6 quotierte und 6 offene Voten |
| Antragsteller*in: | Petra Pinger (KV Köln) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 24.09.2026, 14:06 |
A15: Petra Pinger
Selbstvorstellung
Liebe Freund:innen,
Bildung ist für mich eine der wichtigsten Aufgaben der Landespolitik. Ich möchte diese Bildungspolitik zukünftig mitgestalten – als Grundlage für soziale Gerechtigkeit, eine starke Demokratie und eine zukunftsfähige Wirtschaft, damit wir gemeinsam den Herausforderungen unserer Zeit wie der Klimakrise begegnen können.
Dafür setze ich mich seit vielen Jahren auf unterschiedlichen Ebenen ein. Ich habe an Schulen Berufsorientierung und Potenzialanalysen gemacht und in der Bildungsforschung zur Unterrichtsqualität geforscht. Heute arbeite ich im Auftrag des Bundesfamilienministeriums an der Schnittstelle von Bildungsforschung, Politik und Verwaltung. Als jugendpolitische Sprecherin der grünen Ratsfraktion in Köln und Mitglied des Schulausschusses setze ich mich außerdem vor Ort für Schulen und für eine starke Kinder- und Jugendarbeit ein. Diese Erfahrungen möchte ich mit eurer Unterstützung in den Landtag einbringen.
Bildung braucht Priorität
Die aktuellen PISA-Ergebnisse zeigen erneut: Zu viele Schüler erreichen in Lesen und Mathematik nicht die grundlegenden Kompetenzen, die sie für ihren weiteren Lebensweg brauchen. Besonders beschäftigt mich, dass ihre Bildungschancen weiterhin stark vom familiären Hintergrund abhängen – vom finanziellen Hintergrund. Das ist ungerecht, und es ist unsere Aufgabe, Familien und Bildungsinstitutionen so zu stärken, dass jedes Kind die bestmögliche Förderung bekommt.
Gute Bildung bedeutet für mich dabei mehr als messbare Leistungen oder die Vorbereitung auf einen Beruf. Gute Bildung heißt, die eigenen Interessen und Talente zu entdecken, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen und Vielfalt anzuerkennen.
Dann ist Bildung nicht nur der Schlüssel für die individuelle Entwicklung, sondern auch für gesellschaftliche Veränderung.
- Wenn Menschen lernen, ihre eigenen Interessen zu vertreten, kritisch zu denken und Verantwortung zu übernehmen, dann stärkt das unsere Demokratie.
- Wenn Kinder und Jugendliche unabhängig von ihrer Herkunft Zugang zu guter Bildung haben, dann schaffen wir mehr soziale Gerechtigkeit.
- Wenn Menschen das Wissen und die Fähigkeiten erwerben, um klimafreundliche Technologien zu entwickeln und als Fachkräfte in die Praxis zu bringen, dann stärken wir unsere Wirtschaft und den Klimaschutz.
Bildung ist Zusammenarbeit
In meiner kommunalen Arbeit begegne ich vielen Menschen, die Kinder und Jugendliche mit großem Engagement unterstützen. An Expertise und Motivation fehlt es nicht. Trotzdem sind Fachkräfte und Lernende oft überlastet. Sie brauchen Bedingungen, unter denen gute Zusammenarbeit möglich ist. In Kita und Schule bedeutet das, dass Lehrkräfte, Schulsozialarbeit und Sonderpädagogik in multiprofessionellen Teams zusammenarbeiten können – damit mehr Zeit für die individuelle Förderung bleibt.
Auch Bund, Land und Kommunen müssen zusammenarbeiten. Der Bund kann Forschung und gemeinsame Förderprogramme unterstützen und finanzieren. Kommunen gestalten Schulen und Angebote für Kinder und Jugendliche vor Ort. Das Land muss aber verlässliche Rahmenbedingungen schaffen. Erst wenn diese Ebenen ineinandergreifen, erreichen wir nachhaltige Veränderungen.
Bildung ist eine Investition in Menschen
Wir brauchen Investitionen in Infrastruktur und erneuerbare Energien. Aber genauso brauchen wir Investitionen in die Menschen, die Veränderungen anstoßen, planen und umsetzen. Das beginnt mit guter früher Bildung und reicht über Ausbildung und Weiterbildung bis zu Hochschulen und Wissenschaft.
Angesichts des zunehmenden Rechtsrucks geht es dabei auch um unsere Demokratie. Gute Bildung und starke Kinder- und Jugendarbeit geben jungen Menschen Raum, sich zu entwickeln, anderen zu begegnen und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.
Unser Bildungssystem ist komplex, und Veränderungen brauchen Ausdauer. Ich möchte meine Erfahrungen aus Praxis, Forschung, Verwaltung und Kommunalpolitik in eine starke Landtagsfraktion einbringen – und gemeinsam mit euch dafür sorgen, dass Bildung die Priorität bekommt, die sie verdient.
Dafür bitte ich euch um euer Vertrauen.
Eure Petra
Daten und Fakten
- Dr. Petra Pinger
- KV Köln
- Direktkandidatin für Köln V (Wahlkreis 17): Porz, Poll, Rath-Heimar, Brück Merheim
- Jugendpolitische Sprecherin der Ratsfraktion und Mitglied in den Ausschüssen Jugendhilfe, Schule und Weiterbildung sowie Allgemeine Verwaltung, Recht und Internationales
- Wissenschaftliche Referentin beim DLR-Projektträger in der Abteilung Empirische Bildungsforschung
- Meine Freizeit verbringe ich am liebsten mit Wandern, Reisen und meiner Katze „Muzi“ (ja, ich bin eine Crazy Cat Lady ;D)
- Alter:
- 40
- Geburtsort:
- Bonn